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FITKO / Digitalisierungsbudget Public-IT 2026 (DE)

Die Föderale IT-Kooperation (FITKO) stellt als Leitungsstelle des IT-Planungsrats Infrastruktur- und Transformationsmittel für digitale Public-Sector-IT-Projekte bereit. Kommunen und Länder können über anerkannte Vorhaben Zugang zu Bundes-Co-Finanzierung und Basisdienstleistungen erhalten.

Die Föderale IT-Kooperation (FITKO) ist die zentrale Umsetzungsorganisation des IT-Planungsrats und koordiniert seit ihrer Gründung 2020 die gemeinsame digitale Infrastruktur von Bund und Ländern. Sie fungiert als Kompetenzzentrum, Fördermittelkoordinatorin und technische Dienstleisterin zugleich. Im Kontext der OZG-2.0-Umsetzung kommt der FITKO 2025/2026 eine Schlüsselrolle bei der Konsolidierung des Portalverbunds, der Weiterentwicklung der BundID sowie der Governance des EfA-Prinzips zu.

Zugang zur Förderung: Länder können Digitalisierungsvorhaben als offizielle EfA-Projekte beim IT-Planungsrat anmelden. Der Bund übernimmt bei anerkannten EfA-Vorhaben die Entwicklungskosten für das federführende Land vollständig oder anteilig; nachnutzende Länder und Kommunen profitieren kostenfrei oder zu stark reduzierten Lizenz- und Betriebskosten. Kommunen ohne direkten Bundeszugang erhalten Ko-Finanzierungen über Landesförderinstrumente, etwa das Digitalisierungsprogramm NRW (NRW.Bank), das Digitalpaket Baden-Württemberg (L-Bank) oder das Berliner Digitalisierungsbudget (IBB).

Förderfähige Maßnahmen 2026: Zu den prioritären Vorhaben zählen die Anbindung kommunaler Fachverfahren an den Portalverbund, die Migration auf zentrale Identitätsdienste (BundID / ELSTER-ID), der Aufbau sicherer Cloud-Infrastrukturen auf Basis der Deutschen Verwaltungscloud-Strategie (DVS), Maßnahmen zur BSI-IT-Grundschutz-Zertifizierung sowie KI-gestützte Prozessautomatisierungen in der öffentlichen Leistungserbringung. Personalkosten für Projektleitungen und IT-Sicherheitsbeauftragte sind in vielen Länderprogrammen förderfähig.

BSI-Sicherheitspflichten: Alle Systeme, die im Portalverbund betrieben oder mit Bundesmitteln gefördert werden, müssen mindestens die BSI-IT-Grundschutz-Basisabsicherung nachweisen. Für kritische Verwaltungsinfrastrukturen (z. B. Einwohnermeldewesen, eID-Dienste) gilt die Standardabsicherung. Die Erfüllung dieser Anforderungen ist Fördervoraussetzung und wird im Rahmen der Verwendungsnachweisprüfung kontrolliert.

Praktische Umsetzung: Behörden sollten die FITKO-Musterarchitekturen und Referenzimplementierungen als Ausgangspunkt nutzen, um Doppelentwicklungen zu vermeiden. Die FITKO bietet zudem Beratungs-Sprints und technische Workshops an. Projektanträge für 2026 sollten mit dem zuständigen Landes-CIO sowie dem kommunalen IT-Dienstleister abgestimmt und bis spätestens Q1 2026 formell eingereicht werden, um im laufenden Haushaltsjahr berücksichtigt zu werden.

Hinweis: Dieser Beitrag ist kein Ersatz für rechtliche oder steuerliche Beratung. Bitte konsultieren Sie für individuelle Fragen einen Fachexperten.

Umsetzungs-Checkliste

  1. Prüfen, ob ein passendes EfA-Vorhaben im IT-Planungsrat-Katalog bereits existiert (Nachnutzung vor Neuentwicklung)
  2. Kontakt mit dem Landes-CIO bzw. der FITKO-Koordinierungsstelle aufnehmen
  3. Fördermittelantrag bei der zuständigen Landesförderbank stellen (NRW.Bank, L-Bank, IBB o. Ä.)
  4. BSI-IT-Grundschutz-Analyse durchführen und Schutzbedarfsfeststellung dokumentieren
  5. Technische Architektur auf Basis der FITKO-Referenzimplementierung planen
  6. BundID- und Portalverbund-Anbindung in den Projektplan integrieren
  7. Datenschutzbeauftragten frühzeitig einbinden (DSGVO-konforme Verarbeitung sicherstellen)
  8. Verwendungsnachweis und BSI-Konformitätsdokumentation für Förderabrechnung vorbereiten

Zahlen & Fakten

ca. 38 Mio. € Eigenbudget + durchgeleitete Bundesmittel

FITKO-Jahresbudget (2025)

Quelle: FITKO Jahresbericht 2024

über 3.000 Kommunen (Stand 2024)

Registrierte Nachnutzer EfA-Dienste

Quelle: IT-Planungsrat Fortschrittsbericht 2024

100 % Bundesfinanzierung

Bundesanteil Basisinfrastruktur (Portalverbund, BundID)

Quelle: BMI / IT-Planungsrat Beschluss 2023-34

18–36 Monate

Durchschnittliche Projektlaufzeit EfA-Vorhaben

Quelle: FITKO Projektstatistik 2024

über 150 onlinefähige Leistungen

Anzahl EfA-Leistungen im Portalverbund (2024)

Quelle: OZG-Dashboard des Bundes, Dezember 2024

BSI IT-Grundschutz (Basis- oder Standardabsicherung) verpflichtend

IT-Sicherheitsanforderungen

Quelle: BSI-Gesetz § 8 / IT-Planungsrat Beschluss 2022

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